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Veröffentlicht am 14.09.2015 von Stefanie Loske

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Ramones Museum als Pilgerstätte für Fans

Ramones Museum als Pilgerstätte für Fans

Auch wenn keine der Ramones-Mitglieder mehr lebt, die Punk-Legende lebt noch heute weiter. In ihren Songs, deren Sound von etlichen Bands nachgeahmt wird und in einem Museum, das nicht, wie man denken könnte, in ihrer Heimatstadt New York steht.

Der Musik hoffnungslos verfallen

Florian Heyler war 13 Jahre alt, als die Ramones das Leben des Jungen für immer veränderten. Denn seit er Mitte der 80er Jahre ihre Musik das erste Mal hörte, ist er den Amerikanern und ihrem Sound hoffnungslos verfallen.

Etliche Jahre reiste Heyler den Ramones kreuz und quer durch Europa hinterher. Er hat über 100 Konzerte gesehen, sich mit den Musikern angefreundet und angefangen zu sammeln. Er sammelt einfach alles, von Eintrittskarten über Poster und T-Shirts, bis hin zu Fotographien. Der Gedanke, alle seine Schätze auch mit anderen zu teilen, kam erst später.

Freundin oder Ramonas

Die Idee kam zugleich nicht ganz freiwillig, denn seine Freundin, mit der er zusammengezogen war, stellte ihm ein Ultimatum: Poster, Flyer, einfach alles von den Wänden muss raus, sonst würde sie gehen. Also wurde aller kurzerhand in Kartons gepackt, in einen anderen gemieteten Raum gebracht, wieder an die Wände gehängt und Ramonas-Museum genannt.

Heute gibt es dieses Museum in Berlin bereits seit zehn Jahren und ist eine Mischung aus Café und Minibühne. Vor allem aber eine Pilgerstätte für Ramonas-Fans aus der ganzen Welt. Im vorderen Teil seines Museums verkauft Heyler Getränke und es werden Rockkonzerte veranstaltet. Im hinteren Teil stehen alle seine Sammlerstücke auf rund 200 Quadratmetern.

Über die vielen Jahre sind neben anderem Kleidungsstücke, originale Instrumente und Möbel der Ramonas zusammen gekommen. Seine Sammlung zeigt einen bunten und teilweise skurrilen Querschnitt durch die 22-jährige Geschichte der Band.

Persönliche Sachen der Band-Mitglieder

Die Sachen bekommt er vor allem auch aus dem Umfeld der Band und kommt so an Dinge, die sonst in irgendwelchen Kisten verstauben würden. Vor kurzem erst hat er aus New York einen Wohnzimmerschrank von Joey Ramone zu sich nach Berlin geholt. Zu seiner Sammlung gehört auch eine zerrissene Jeans vom Gitarristen Johnny Ramone und ein Lederhandschuh, den Joey, der Sänger, jahrelang auf der Bühne getragen hat. Für viel mag das banal klingen, für Ramonas-Fans aus der ganzen Welt stellen diese Dinge jedoch Heiligtümer dar.

Wirklich kostendeckend ist sein Museum zwar nicht, denn wer einmal dort war, hat lebenslang freien Eintritt, doch das ist nun mal Punk, sagt Hehler. Einen Wunsch hat der selbst ernannte Museumsdirektor noch offen: Er hätte gerne eine von Johnny Ramonas Gitarren, weil diese Gitarren den Punk erfunden haben, auch wenn dieser Wunsch wahrscheinlich unerfüllt bleiben wird.

photocredit: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ramones_Museum_Berlin.jpg

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