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Veröffentlicht am 06.02.2017 von nemesis

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Ramones – Kult bleibt Kult

Auch wenn sie nicht die Urväter des Punk sind, haben die Ramones doch seit jeher einen ähnlichen Status gehabt und ihre Musik hat jenen nach wie vor. Die halbe Welt trauerte, als vor einiger Zeit Joey Ramone, der Sänger der Band verstarb. Er und die weiteren „Ramones“ (Namen werden kurzerhand bei Bedarf der Band angepasst),Dee Dee (bass), Tommy (drums) und Johnny (guit) zeigten der Welt mal so richtig, wo der Hase lang läuft, auch wenn man nicht komplexe und vertrackte Songs, sondern auf ein Minimum an Aufwand aber viel Effektivität setzt.1974 ins Leben gerufen, wurden erstmal Stücke von The Kinks und The Who nachgespielt, was aber schnell ein Ende fand, da dieses Material schlicht zu anspruchsvoll war.

Großer Hype in UK

Eigene, knackige Songs mit entsprechenden Texten waren angesagt und die Band spielte sich bis zur Veröffentlichung ihres Debut 1976, Ramones, die Finger in Amerika wund. Das Album schlug ein wie eine Bombe und auch die beiden Nachfolger, Leave Home und Rocket To Russia taten dem gleich, auch wenn sie für manche Ohren einen Tick modernen klangen.

Nun, was in den Siebzigern modern war, ist heute gut. Touren quer durch die Lande fehlen natürlich auch nicht, wobei speziell die Briten voll auf den Sound des Haufens abfahren. Wieviele Bands durch die Ramones so nachhaltig beeinflusst und mitgerissen wurden, kann wahrscheinlich kein Mensch mehr zählen.

„Pet Sematary“

Auf jeden Fall nennt fast jede zweite Punk- oder Rock´n´Roll-Band die Jungs als einen ihrer Haupteinflüsse. Tommy wird durch Marky Bell ersetzt, der schon alsbald Marky Ramone heißt. Er ist bei den Alben Road To Ruin, End Of The Century und Pleasand Dreams mit an Bord. Diese drei Alben zählen zu den melodischeren der Band, was einigen Anhängern gar nicht behagt.

Dennoch kommen die Ramones auch durch die ´80er ohne dabei ihr Gesicht oder ihren Status zu verlieren. Selbst als Hauptsongwriter Dee Dee die Band verlässt, gibt es keine größeren Gründe zur Besorgnis, er wird durch C.J. ersetzt. Unter dem Namen Dee Dee King veröffentlicht er ein Solo-Album, das allerdings nicht so ungeteilte Begeisterung einheimst.

Zum Hammeralbum Mondo Bizarro

Der 1992er Longplayer Mondo Bizarro hingegen lässt den Pepp, den C.J. mit in die Band bringt, deutlich werden und dieses Album zählt für viele heute unbestritten zu den stärksten der Ramones. 1993 erscheint mit Acid Eaters eine Cover-Platte, die die Einflüsse der Combo ans Tageslicht befördert. Live sind die Ramones allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, was sie einmal waren, doch muss man auch klar sagen, dass ein derartiger Stress von Platte zu Tour zu Platte zu Tour über Jahre hinweg eben auch seine Spuren hinterlässt.

Und jünger wird mit der Zeit eben auch nicht. 1995 veröffentlichen die Ramones mit Adios Amigos ihr Abschiedsalbum, ließen sich aber die Möglichkeit offen, weiter zu machen, Was sie unter dem Namen The Remains und ohne Sänger Joey auch taten. Und wer Friedhof der Kuscheltiere II gesehen hat, wird hier auch ein, zwei Songs von Joey entdecken.

„Won´t Stop Swinging“

Einzig C.J. Ramone (Christopher Joseph Warden), der 1989 zur Band stieß, trägt das Banner der Ramones noch hoch und ist musikalisch aktiv. Von der Gründungsbesetzung ist leider kein Mitglied mehr am Leben.

CDs:

Ramones (1976)
Leave Home (1977)
Rocket To Russia (1977)
Road To Ruin (1978)
It´s Alive (1979)
Rock´n´Roll Highschool – Soundtrack (1979)
Nd Of The Century (1980)
Pleasant Dreams (1981)
Subterranean Jungle (1983)
Too Tough To Die (1984)
Animal Boy (1986)
Halfway To Sanity (1987)
Brain Drain (1989)
Loco Live (1991)
Mondo Bizarro (1992)
Acid Eaters (1993)
Adios Amigos (1995)
The Last Show (1997)
Greatest Hits Live
We´re Outta Here
NYC 1978

Gründungsmitglieder:

Joey Ramone (Jeffrey Hyman, † 2001):Gitarre
Johnny Ramone (John Cummings, † 2004):Bass
Dee Dee Ramone (Douglas Glen Colvin, † 2002): Schlagzeug
Tommy Ramone (Tamás Erdélyi, † 2014)

photocredit: By Plismo (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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