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Veröffentlicht am 25.08.2015 von Harry Pfliegl

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Nick Cave and the Bad Seeds: Punk, Gothic oder was ganz anderes?

Etwa seit der Jahrtausendwende streiten sich Fans und Experten darüber, ob die Musik von Nick Cave and the Bad Seeds zur Gothic-Kultur gerechnet werden sollte oder nicht. Denn obwohl Einflüsse aus der sogenannten Schwarzen Szene nicht abzustreiten sind, sehen sich Nick Cave und die anderen Musiker eher als Alternative Rocker oder Post-Punks. Frontman Cave bezeichnete die Zuordnung zur Gothic-Szene einmal sogar als „beängstigendes Missverständnis“.

So wurden Nick Cave and the Bad Seeds gegründet

Nick Cave, Mick Harvey und Blixa Bargeld hatten die Formation Nick Cave and the Bad Seeds 1983 in West-Berlin gegründet, nachdem sich die Formation The Birthday-Party, die 1976 gegründet worden war, aufgelöst hatte. Schon 1983 hatte es so gravierende Unstimmigkeiten zwischen Nick Cave und Mick Harvey einerseits und dem Rest der Band andererseits gegeben, dass Cave bereits mit dem Gedanken gespielt hatte, eine weitere Band zu gründen. Auf einer Tournee wurde er auf die Band Einstürzende Neubauten und deren Gitarristen Blixa Bargeld aufmerksam. Die beiden Musiker nahmen Kontakt auf und Blixa Bargeld spielte in den nächsten Aufnahmen von The Birthday Party einige Gitarrenparts ein.

Kurze Zeit später löste sich die Formation auf und Cave gründete zusammen mit Harvey und Bargeld eine zunächst lose organisierte Band. Das lag unter anderem daran, dass jeder der Musiker noch anderweitige Verpflichtungen hatte. Nachdem die neue Formation mit unterschiedlichen Namen publiziert hatte, nannte sie sich schließlich ab Januar 1984 Nick Cave and the Bad Seeds.

Unter diesem Namen und in dieser Besetzung feierte Nick Cave and the Bad Seeds schließlich auch kommerzielle Erfolge. Als erfolgreichstes Album gilt Murder Ballads aus dem Jahr 1996, auf dem auch das Duett von Cave und Kylie Minogue Where the Wild Roses Grow erschienen war. In den folgenden Jahren verließen zunächst Blixa Bargeld, dann Mick Harvey die Band.

Nick Cave and the Bad Seeds im Film

In mehreren Filmen sind Songs von Nick Cave and the Bad Seeds auf dem Soundtrack vertreten. Dazu gehören etwa Scream, Hellboy, Shrek 2 sowie Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Eine filmische Dokumentation über die Band erschien 2014 unter dem Titel 20,000 Days on Earth.

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