Bands

Veröffentlicht am 10.09.2015 von nemesis

0

Jello Biafra

Jello Biafra ist vor allem als der ehemalige Leadsänger der Dead Kennedys bekannt. Mit seinen Ansichten hat der Musiker nie hinter dem Berg gehalten und gilt als einer der wortgewandtesten Verteidiger für die Meinungsfreiheit, den die USA je hatte.

Die „Dead Kennedys“

1958 wird Eric Boucher in Boulder Colorado geboren und nennt sich später in Jello Biafra um. Seinen Künstlernamen setzt er aus dem afrikanischen Land Biafra und Jello, dem Namen eines US-Konzerns. Zusammen soll das Gegensatzpaar das Ungleichgewicht dem Erste-Welt-Konsum und der Dritte-Welt-Armut darstellen.

78‘ gründet Biafra die Punkband „Dead Kennedys“ und erlangt mit ihnen rasch Bekanntheit. Die Texte des Sängers beschäftigen sich mit der amerikanischen Gesellschaft, der er damit mit Respektlosigkeit, Humor und Ironie den Spiegel vorhält. Bis sich die Band 87‘ trennt, veröffentlichen sie viele Alben.

Wie es nach der Trennung weiterging

Nach der Trennung übernimmt er das Dead Kennedys-Label „Alternative Tentacles“. Beim hundertsten Release des Labels erweisen Bands wie „Faith No More“, „Napalm Death“ und andere die Ehre und Covern Songs der „Dead Kennedys“. Aber auch Biafra bleibt musikalisch aktiv und geht mit „Prairie Home Invasion“ von 94‘ fast in den Country-Himmel ein.

Auch politisch ist er schon 79‘ ins Scheinwerferlicht getreten, als er als Bürgermeisterkandidat in San Fransisco kandidierte. 2000 verkündete er dann, dass er als Präsidentschaftskandidat der Green Party gegen Al Gore und George W. Bush antreten würde, jedoch unterliegt er dem Politiker Ralph Nader.

Streit mit Ex-Bandkollegen

Mittlerweile setzen ihm gerichtliche Auseinandersetzungen mit seinen Ex-Bandkollegen um Tantiemen zu. Der Sänger kann es nicht glauben, dass die restlichen Dead Kennedy Mitglieder dafür sorgen, dass das Bild der wichtigsten Punkband der USA zerstört wird. Sie zetteln billige Reunion-Touren, bei denen sie mit einem neuen Sänger spielen wollen und veröffentlichen schlechte Liveplatten. Seine Ex-Kollegen gehen sogar soweit Promofotos von Biafra als Sänger 2003 an Veranstalter zu schicken, um mehr Auftritte zu bekommen, indem sie die Leute täuschen.

Eine Versöhnung scheint in diesem Leben ausgeschlossen und Biafra scheint daran auch keinerlei Interesse zu haben. Er schaut lieber in die Zukunft und feierte 2004 zusammen mit den „Melvins“ das 25. Jubiläum seines Labels und veröffentlicht 2005 das Album „Never Breathe What You Can´t See“. Damit zeigt er, dass immer noch eine Größe im US-Punk ist und reist im selben Jahr auch noch für Konzerte nach Deutschland.

Bis heute mit neuer Band aktiv

Ende des Jahres kommt mit „Sieg Howdy“ eine Art Fortsetzung des Vorgänger-Albums, auf dem es sogar eine Liveversion von „Kalifornia über Alles“ von den Dead Kennedys mit neuem Text zu hören gibt.

Zu seinem 50. Geburtstag stellt er mit Ralph Spight, Jon Weiss und Billy Gould die Band „Jello Biafra And The Axis Of Merry Evildoers“ zusammen und feiert eine zweitägige Geburtstagsparty. Unter dem neuen Namen „Jello Biafra And The Guantanamo School Of Medicine“ erscheinen bis 2015 noch vier weitere Alben und bis heute speilt Biafra mit seiner Band weiterhin Konzerte.

photocredit: By Joe Brockmeier from Denver, USA (Jello Biafra talks about California politics) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Tags: , ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑